Portrait JTG

von Donau TV

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Schulbroschüre

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Termine

02.06.18 - 19.06.18

Gegenbesuch-Indienaustausch

15.06.2018

09:45 - 12:45 Cinéfête
Frz.-Schüler der 8a u. 10a

12:00 Notenbekanntgabe ABITUR

16.06.2018

PANGEA-Wettbewerb Finale

18.06.2018

Cinéfête II
Frz.-Schüler Kl. 9a

19.06.18 - 22.06.18

Abitur - MÜNDLICHE ZUSATZPRÜFUNGEN

22.06.18 - 06.07.18

Gegenbesuch USA-Austausch

26.06.2018

2. zentraler Englischtest in Jgst. 10

27.06.18 - 28.06.18

Probentage Großer Chor/Big Band

29.06.2018

Entlassfeier ABSOLVIA 2018

04.07.2018

Sommerfest

09.07.2018

Sommerkonzert

10.07.18 - 12.07.18

Probentage US-Theater

Natur & Umwelt machen Schule

logoumweltschule

MINT-freundliche Schule

Mint Symbol

Humanismus trifft auf Schamanismus

schamanismusAm Johannes-Turmair-Gymnasium taucht das Projekt-Seminar (P-Seminar) Englisch geleitet von Birgit Volland ein in die Geheimnisse der Lakota - Medizinmänner. Zusammen mit zwei Österreichern, die die Gruppe bereits vor einigen Wochen in der Nähe von Salzburg besucht hat, sollte eine Schwitzhütte auf dem Schulgelände gebaut werden. Die Schwitzhütte oder im Original „Sweat Lodge" ist eine alte indianische Tradition, eine der sieben heiligen Zeremonien, der Lakota Indianer, um Geist und Körper von Sorgen und Ängsten zu befreien und sich selbst zu reinigen. In dieser heiligen Zeremonie durchleben die Teilnehmer eine Art Wiedergeburt, nachdem alte Muster und Sorgen im heißen Dampf losgelassen und transformiert wurden kann nach diesem Ritual neue Kraft getankt werden.
Samstag, acht Uhr morgens am Schulhof des Turmair-Gymnasiums. Insgesamt 13 Personen, darunter die Schüler des P-Seminars, ein Australier und ein Österreicher, beginnen mit dem Bau der Sweat Lodge. Nachdem Weidenäste von Blättern befreit worden sind, Steine für das Zeremonie-Feuer aus einem Steinbruch geholt wurden und die Gruppe sich mit einem kleinen Frühstück gestärkt hat beginnt die eigentliche Arbeit. Die Weidenäste werden kreisförmig in den Boden gesteckt und der Zeremonie-Leiter reinigt und weiht den, nun heiligen, Platz. Mit viel Muskelkraft werden die sich gegenüberstehenden Äste mit Leinenschnüren fest zusammengebunden. So entsteht langsam aber sicher die Form einer runden, flachen Hütte. Sind die ersten Streben mit weiteren ringförmigen Ästen seitlich verstärkt, wird das Gerüst mit mehr als dreißig Wolldecken blickdicht abgedeckt. Währenddessen lodert vor der Hütte schon das Zeremonie-Feuer. In diesem werden die „Großväter" erhitzt, welche durch große Steine symbolisiert sind. Diese Großväter sollen, unterstützt durch Tabakgaben, die Wünsche und Sorgen in den Himmel tragen. Und schon nach wenigen weiteren Stunden ist es soweit: die Zeremonie der Schwitzhütte beginnt! In vier Runden wird eine jeweils vom Leiter bestimmte Anzahl an glühenden Steinen in das Innere der Sweat Lodge gebracht. Dort tritt ein ähnlicher Effekt wie in einer gewöhnlichen Sauna ein. Die heißen Steine werden mit Wasser übergossen und ein warmer Wasserdampf entsteht. Dadurch können alle Gebete, Sorgen und Wünsche aus der Hütte nach „oben" steigen. Unterstützt von indianischen Gesängen fällt es ganz leicht sich den Frust von der Seele zu reden und den Gefühlen freien Lauf zu lassen. Nach circa drei bis vier Stunden ist die letzte Runde beendet und die verschwitzten Schüler, Lehrer und Schamanen verlassen erschöpft aber glücklich die Schwitzhütte. Ein jeder mit einem erleichterten Lächeln auf den Lippen. Im Anschluss wird zusammen am Lagerfeuer gegessen bevor der Tag mit Gesängen unter dem Sternenhimmel ausklingt.

 

Autorin: Laura Antoni, Q12