Portrait JTG

von Donau TV

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Schulbroschüre

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Termine

02.06.18 - 19.06.18

Gegenbesuch-Indienaustausch

15.06.2018

09:45 - 12:45 Cinéfête
Frz.-Schüler der 8a u. 10a

12:00 Notenbekanntgabe ABITUR

16.06.2018

PANGEA-Wettbewerb Finale

18.06.2018

Cinéfête II
Frz.-Schüler Kl. 9a

19.06.18 - 22.06.18

Abitur - MÜNDLICHE ZUSATZPRÜFUNGEN

22.06.18 - 06.07.18

Gegenbesuch USA-Austausch

26.06.2018

2. zentraler Englischtest in Jgst. 10

27.06.18 - 28.06.18

Probentage Großer Chor/Big Band

29.06.2018

Entlassfeier ABSOLVIA 2018

04.07.2018

Sommerfest

09.07.2018

Sommerkonzert

10.07.18 - 12.07.18

Probentage US-Theater

Natur & Umwelt machen Schule

logoumweltschule

MINT-freundliche Schule

Mint Symbol

US-Außenpolitik von George Washington bis Barack Obama

huene16„Droht mit einem US-Präsidenten Donald Trump der Dritte Weltkrieg?“ Diese besorgte Frage einer Schülerin glaubte Dr. Markus Hünemörder, Amerikanistik-Lehrbeauftragter an der Münchner LMU-Universität und beliebter Referent des Amerikahauses München, klar verneinen zu können, nachdem er die Oberstufenschüler des Johannes-Turmair-Gymnasiums mit ihren Lehrkräften über „Zentralthemen der US-Außenpolitik“ von George Washington bis Barack Obama informiert hatte. Trump sei wenig interventionistisch gesinnt, stehe vielmehr in der Tradition des Isolationismus, die über weite Strecken hinweg die amerikanische Außenpolitik bestimmt habe. Im Übrigen machte der Referent kein Hehl daraus, dass er wenig von dem Kandidaten Trump und seinen Chancen, ins Weiße Haus einzuziehen, hält: „Wenn nicht noch Einschneidendes geschieht, wird es zum ersten Mal eine US-Präsidentin geben“, so der Referent.
Die Anfänge der USA unter ihrem ersten Präsidenten George Washington seien ausgesprochen isolationistisch gewesen und geprägt von dem Bestreben, sich aus europäischen Konflikten, herauszuhalten, insbesondere aus dem zwischen England und Frankreich. Schon die anglo-amerikanischen Kolonisten hätten sich glücklich geschätzt, den absolutistischen Herrschern und Religionskonflikten Europas entronnen zu sein. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts weiten die USA dann allerdings, von wirtschaftlichen Interessen geleitet, ihren Einfluss auf Lateinamerika und den Pazifik aus. Vom Status einer militärischen Großmacht ist man noch weit entfernt. Großmachtbestrebungen kommen erstmals unter Präsident Theodore Roosevelt (1901 – 09) auf, der insbesondere auf die Marine setzt, und mit der gewachsenen Wirtschaftsmacht im Rücken Weltpolitik auf eigene Faust betreibt, abgelöst von internationalen Organisationen. Präsident Woodrow Wilson, der die USA 1917 in den Ersten Weltkrieg führt, sucht mit der von ihm angestoßenen Gründung des Völkerbunds einen neuen Weg zu beschreiten. Ironischerweise treten aber die USA nicht bei. Wie noch so oft in der amerikanischen Geschichte stellt sich der Kongress gegen den Präsidenten. Es folgen Jahre der Neutralität bis zum Kriegseintritt der USA nach dem Pearl-Harbor-Überfall von 1941. Wiederum soll nach Kriegsende eine Weltorganisation den Frieden sichern. Diesmal sind es die Vereinten Nationen. Deren Aktionsfähigkeit wird freilich durch den einsetzenden Kalten Krieg drastisch beschnitten. Aus ihm gehen die USA trotz der Vietnam-Niederlage als einzige verbleibende Supermacht hervor. Den „Krieg gegen den Terror“ gewinnen sie dennoch nicht. George W. Bush findet mit seinem Kampf gegen „Schurkenstaaten“ und die „Achse des Bösen“ keine Antwort auf nichtstaatliche terroristische Bedrohungen. Vor diesem Hintergrund seien, so Hünemörder, Obamas eilige Ausstiegsbemühungen hinsichtlich Irak und Afghanistan zu sehen und sein mangelnder Wille, sich in Syrien entscheidend zu engagieren. Stattdessen setze die Obama-Administration auf globale Überwachung, Spezialeinheiten und Drohnenangriffe. Der Syrienkrieg und die Entstehung des „Islamischen Staats“ hätten die Schwachpunkte dieser Strategie offengelegt. Obamas Nachfolger(in) trete diesbezüglich ein schweres Erbe an.
Wie schon bei früheren Auftritten am „Turmair“ würzte Dr. Hünemörder seine englischsprachigen Ausführungen mit kurzweiligen audiovisuellen Beigaben, wozu er wie immer auch die Simpsons einspannte. Englisch-Fachbetreuerin Christine Kitzinger und stellvertretender Schulleiter Markus Sabinsky hatten daher vielerlei Anlass, Dr. Hünemörder für seine packenden Ausführungen zu danken.