Amerikanischer Konsul am Turmair-Gymnasium

Das bezog sich natürlich auf die ersten hundert Tage der Präsidentschaft Donald Trumps. Allerdings ging es dem recht jugendnah wirkenden Diplomaten, der bereits eine vielfältige Reihe von Karrierestationen hinter sich hat, unter anderem in Washington, Kabul, Sofia und Madrid, weniger darum, Trumps Image aufzupolieren. Vor allem konnten die Turmair-Schüler erfahren, wie ein Konsulat funktioniert und was seine Aufgaben sind. Schnell zeigte sich: An Konsul Miranda ist eine Spitzenlehrkraft verloren gegangen, denn mit seiner anschaulichen, gestenreichen Vortragsweise verstand er es geschickt, die Zuhörerschaft in die Ausführungen mit einzubeziehen. Zu einem echt amerikanischen Vortrag gehört natürlich Question Time, also ausführlich Gelegenheit für Fragen. Und mit diesen hielten die Schüler nicht hinter dem Berg. Es hagelte Fragen zur amerikanischen Umwelt- und Einwanderungspolitik, zur Todesstrafe, zu Nordkorea und Syrien sowie zu den Deutschkenntnissen des Redners („Der/die/das verwirren etwas“). Anthony Miranda antwortete stets diplomatisch, das heißt, in der Regel durch die Blume, und die Antwort musste auch nicht immer deckungsgleich zur Frage passen. Aber wie man auf politischer Ebene miteinander umgeht und was Diplomatie bedeutet, davon erhielten die Schüler einen recht plastischen Eindruck. Und so zeigten sich denn Schulleiterin Andrea Kammerer und Englischfachbetreuerin Christine Kitzinger hocherfreut über den gelungenen Besuch aus dem Münchner Generalkonsulat.