Termine

29.09. - 14.10.17

USA-Austausch Decatur High School/Atlanta 

12.10.17

Neu: Archäologischer Tag 

17.10. - 24.10.17

Tuam-Fahrt 

20.10. - 27.10.17

Griechenland-Austausch (Gegenbesuch) 

24.10.17

18.15 Uhr Elternabende 7./8./9. Jahrgangsstufe

7 (neue Aula): Tönning

8 (Mensa): Vorstellung Austauschprogramme

9 ( R 401) Präventionsarbeit am JTG

ab 19.00 Uhr: Klassenelternabende 

27.10. - 11.11.17

Indienaustausch - Neu Delhi 

07.11.17

Abgabe Seminararbeiten in Q12 

09.11.17

1. Elternsprechtag 5-7 (17.00 - 19.30 Uhr) 

20.11.17

1. Elternsprechtag 8-12 (17.00 - 19.30 Uhr) 

22.11.17

Buß- und Bettag (unterrichtsfrei)

 

Natur & Umwelt machen Schule

logoumweltschule

Schulbroschüre

picbroschuere

Videoportrait

videopic

Moderne Athleten in antiken Gefilden

Am Donnerstag vor den Pfingstferien brach eine kulturbegeisterte Schülergruppe des Johannes-Turmair-Gymnasiums gemeinsam mit einigen Lehrern nach Griechenland auf. Unter der Leitung von Griechischlehrerin Birgit Mania sollten sie die ihnen bislang aus Schulbüchern bekannten Kulturdenkmäler live erleben und ganz nebenbei die Sonne des Südens genießen – verfügten doch zur Freude aller fast sämtliche Hotels über einen Pool!
Von München flogen sie zu ihrer ersten Station in Nordgriechenland, Thessaloniki. Nach einem kurzen Stadtrundgang und der Besteigung des „Weißen Turms“ widmete sich die Gruppe am nächsten Tag einem im wahrsten Sinne des Wortes großen Mann der Antike: Alexander dem Großen. Besichtigt wurde dessen in der herrlichen makedonischen Landschaft gelegener Geburtsortes Pella sowie das Museum, wo die berühmten Mosaike der Aristokratenhäuser ausgestellt sind. Danach ging es weiter nach Kalambaka in Thessalien, wobei man während der Fahrt den bekanntesten Berg Griechenlands bestaunen durfte: den Olymp.
Als Nächstes stand die Besichtigung zweier Meteora-Klöster auf dem Plan, die aufgrund ihrer Höhe von über 300 m tatsächlich am Himmel zu schweben scheinen. Der anstrengende Aufstieg wurde dann in zweierlei Hinsicht belohnt: Zum einen eröffnete sich den Schülern ein atemberaubender Ausblick auf die umliegenden Flusstäler und Bergmassive – kein Wunder, dass das Kloster „Agia Triada“ („Heilige Dreifaltigkeit“) als Kulisse für den James-Bond-Film „In tödlicher Mission“ diente! Zum anderen konnte man eine mittelalterliche griechisch-orthodoxe Kirche bestaunen, die sich in vielerlei Hinsicht von denen, die den Jugendlichen aus ihrer Heimat bekannt sind, unterscheidet. Hier gab es zahlreiche griechische Inschriften zu den bunten Bildern zu entziffern, die nicht nur christliche Heilige, sondern auch antike Gelehrte zeigen. Selbst der mathematische Teil ihres Gehirns kam nicht zu kurz: Die Jugendlichen konnten ihre arithmetischen Fähigkeiten bei der Berechnung des Fassungsvermögens eines alten Holzfasses unter Beweis stellen. Auf der folgenden Busfahrt wurden sie dann mit einem ungeplanten Zwischenstopp überrascht: Man hielt kurz bei dem Denkmal, das an den spartanischen Strategen Leonidas bei der Schlacht an den Thermopylen erinnert, bekannt aus dem Film „300“.
Am vierten Tag der Reise wandelte die JTG-Gruppe auf mythologischen und mystischen Spuren: Sie erkundete das Apollon-Heiligtum in Delphi mit den Resten des berühmten Tempels, dem Theater, dem (zum Leidwesen aller nicht mehr benutzbaren) Stadion und den Schatzhäusern diverser Völker. Auch offenbarte sich den Schülern wieder eine wunderschöne Aussicht auf die Umgebung mit dem Berg Parnass, auf dem der Sage nach die Musen tanzten.
Am folgenden Tag stand die bekannteste Sportstätte der Antike auf dem Programm: Olympia. Nach der Besich-tigung des Tempelareals und der Gasthäuser konnten die Jugendlichen endlich ihre athletischen Fähigkeiten unter Beweis stellen: Auf der fast zweihundert Meter langen Rennbahn des olympischen Stadions holten sie alles aus ihren Körpern heraus und absolvierten das Wettrennen in Rekordzeit. Natürlich kam auch der Spaßfaktor nicht zu kurz: In einem gewiss nicht antiken Huckepackrennen lieferten sich die Turmair-Schüler einen erneuten Wettstreit, der nicht ganz ohne Schrammen endete. Ein Besuch des Museums mit den berühmten Giebelfiguren des Zeus-Tempels und den Herakles-Metopen vermochte davon aber schnell wieder abzulenken. Die Stadt Nauplia stellte einen Teil der Gruppe allerdings vor ein großes Rätsel: Längere Zeit irrten einige Unermüdliche durch die Straßen auf der Suche nach einem Denkmal, das König Otto dem Ersten gewidmet ist, dem bayerischen Löwen. Schließlich entdeckten sie das steinerne Raubtier doch noch, das sich geschickt in einer Felsmulde verborgen hatte.
Am sechsten Tag der Reise widmeten sich die Schüler ihren schauspielerischen und musischen Fähigkeiten: Im Theater der Kultstadt Epidauros führten sie Klassiker aus den vergangenen Griechischen Abenden am JTG vor und testeten die legendäre Akustik. Nach der Besichtigung des Asklepios-Tempel und der „Schlafhalle“ fuhren sie weiter zu dem Ort, der vielen im Zusammenhang mit dem trojanischen Krieg bekannt sein dürfte: Agamemnons Heimatstadt Mykene. Hier bewunderten sie nicht nur Löwentor und Kyklopenmauer, sondern auch das sogenannte Schatzhaus des Atreus. Einige besonders Mutige kletterten sogar in die uralte Zisterne hinab. Beim Stopp am Isthmos, der Landenge nahe Korinth, versuchte man die Maße des Ende des 19. Jh. errichteten Kanals zunächst durch Schätzung zu ermitteln und war dann über die realen Daten doch erstaunt.
Den krönenden Abschluss der Fahrt bildete die Hauptstadt Griechenlands, Athen. Am Vormittag wandelte die Gruppe auf den Spuren des Sokrates über die antike Agora und besuchte die Akropolis mit dem berühmten der Athene geweihten Parthenon-Tempel. Außerdem wurde das dazugehörige Museum besichtigt, in dem ein sehr informativer Film über die Geschichte der Akropolis lief. Nach einer Pause in der Plaka, der Fußgängerzone Athens, warf man noch einen Blick auf das Parlamentsgebäude mit den Evzonen, den „schön gegürteten“ Wachsoldaten. Zuletzt suchte die Gruppe ausgewählte goldene und steinerne Berühmtheiten im Nationalmuseum Griechenlands – ihre Ausdauer wurde belohnt, als man nicht nur die sogenannte Goldmaske Agamemnons, sondern auch die Statue der Stadtgöttin Athene entdeckte.
So wurde die Reise zum vollen Erfolg und am Ende waren sich die JTG-Schüler einig: Eine solche Fahrt soll auch für die Nachwuchs-Griechen der folgenden Jahre stattfinden! 

Joshua Winter