Musikalische Sterne - Festliches Weihnachtskonzert des JTG

IMG 5230„Stille Nacht“ tönt es am Stadtplatz aus den Lautsprechern beim Kinderkarussell und auch auf dem Christkindlmarkt. Ein Lied allein macht aber noch keine Weihnachtsstimmung. Vor allem nicht, wenn es kitschig interpretiert ist und das Drumherum - geschäftiges Treiben und Schmuddelwetter - nicht stimmt.

Ganz anders in der stimmungsvoll beleuchteten und angenehm temperierten Elisabethkirche. Vor dem sehr großen Christbaum mit Strohsternen und roten Kugeln trugen über 100 Schüler mit sichtbarer Begeisterung meist adventliche Stücke vor, die sie in den vergangenen Wochen einstudiert hatten. Der musikalische Plätzchenteller reichte von beschaulich-getragen über feierlich bis hin zu fetzig-fröhlich.

Die Chorklassen 5 bis 7 ließen zahlenmäßig und stimmlich stark die Hektik des Alltags vergessen und leise den Schnee rieseln. Dass bei dem Lied „Wie sieht ein Engel aus?“ die kleine Sophie auf dem Arm ihrer Mama Viktoria hereinspazierte, war bestimmt kein Zufall. Franziska Beck und Thomas Werneyer brachten am Saxophon gute neue Mär.

Was Sterne für die Augen sind, ist die Musik der Percussionsgruppe fürs Ohr. Gerade in der längsten Nacht des Jahres glänzte der Rhythmus von „Stickbeat“ besonders hell. Und das lila Schmuckband des riesengroßen, in der Luft hängenden Adventskranzes tanzte dazu seinen Rauhnachts-Foxtrott.

Während das Orchester getragen von Aschenbrödel erzählte, versprühte der Große Chor - mit von der Partie war auch die kleine Sophie - Freude über die Geburt von Jesus Christus. Fröhlich-swingend setzte die Bigband gewohnt spritzig den Schlusspunkt. Die Musiklehrer Thomas Knapek, Susanne Schlögl und Anita Michl hatten das abwechslungsreiche Programm einstudiert.

Schulleiter Christian Metken bedankte sich für den tollen Abend bei den Schülern: „Ihr habt super gespielt und uns bestens unterhalten.“ Sie hätten gezeigt, welche Talente - zusätzlich zu den akademischen - in ihnen schlummerten. „Wenn die staade Zeit vorbei ist, wird's wieder ruhiger.“ Mit diesem Zitat von Karl Valentin hatte Metken eingangs zum Genießen eingeladen. Das JTG-Weihnachtskonzert kurz vor Heiligabend läute alljährlich diese ruhigere Zeit ein.

Beim anschließenden „Afterglow“ vor der Kirche war noch Zeit für nette Gespräche. Die SMV hatte den Verkauf organisiert. Der Erlös wird für einen guten Zweck gespendet. –

 

Ursula Eisenmann (Straubinger Tagblatt)