Übertritt 2018

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Schulbroschüre

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Termine

11.01.2018

Vortrag: Entwicklungshilfe 6. Klassen

22.01.2018

Dt.-Frz. Tag

"Science Day"

"Marktplatz W/P-Seminare"

19.00 Uhr Informationsveranstaltung der SR Gymnasien zum Übertritt (Markmiller Saal)

23.01.2018

"Marktplatz W/P-Seminare"

26.01.2018

Ausstellungseröffnung: Erinnerungskultur

06.02.2018

DRUG STOP 9a

08.02.2018

DRUG STOP 9bc

19.02.2018

Vortrag: Afrika

27.02.2018 

Wintersporttag

Natur & Umwelt machen Schule

logoumweltschule

MINT-freundliche Schule

mint logo

 

Videoportrait

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Hilfe für psychisch Kranke in Honduras

Nach einem kurzen historischen Abriss der Entwicklung des Ordens in Mittel- und Südamerika lenkte Frater Daniel die Aufmerksamkeit der Jugendlichen auf den beklemmenden Kontrast zwischen Reich und Arm in diesem mittelamerikanischen Staat, der zusammen mit dem Zerfall gesellschaftlicher Strukturen einen fruchtbaren Nährboden für Gewalt und Kriminalität erzeugt. Gerade im Bereich der medizinischen Versorgung der armen Bevölkerung lässt viel zu wünschen übrig. Der Orden der Barmherzigen Brüder hat es sich daher in San Pedro Sula zur Aufgabe gemacht, psychisch kranken Menschen, die vorher auf keinerlei Unterstützung zählen konnten, Hilfe anzubieten. Zwischen 2005 und 2009 konnte der Bau des Zentrums durchgeführt werden, finanziert insbesondere mit Unterstützung spanischer Entwicklungshilfe-Agenturen.

Die häufigsten behandelten Krankheiten sind bipolare Störungen, also manisch-depressive Erkrankungen, das Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom ADHS, Schizophrenie und Suchtkrankheiten. Die honduranische Regierung hatte ursprünglich die Übernahme der Betriebskosten für die Einrichtung zugesagt.

 Aufgrund der Wirtschaftskrise konnte sie ihr Versprechen allerdings nicht einlösen. Für die beiden kommenden Jahre müssen zur Deckung der Betriebskosten fast 400.000 Euro aufgebracht werden, die in der diesjährigen Missionswoche von der weltweiten Familie der Barmherzigen Brüder bereitgestellt werden sollen. Die Schülerinnen und Schüler folgten den überaus anschaulichen, mit Bildern unterlegten Ausführungen des Fraters mit größter Aufmerksamkeit und richteten ihrerseits Fragen an ihn, die sich in erster Linie auf den Anteil der deutschen Hilfsleistungen bezogen.

Die Veranstaltung am Johannes-Turmair-Gymnasium diente dem Zweck, dem Anliegen Gehör und ideelle Unterstützung unter jungen Menschen zu verschaffen. Dass dies gelang, stellte der langanhaltende Applaus eindeutig unter Beweis.

Frater Daniel erwähnte am Ende seines Vortrags auch die Möglichkeit, bei freier Kost und Logis im Zentrum mitzuarbeiten, sicherlich eine Chance, nach dem Abitur die Kenntnisse der spanischen Sprache ganz enorm zu verbessern und gleichzeitig Menschen in Not zu helfen. Es bleibt zu hoffen, dass das Projekt in San Pedro Sula die Aufmerksamkeit und Unterstützung findet, die es zweifelsohne verdient, damit arme Menschen, bei psychischen Erkrankungen Zuwendung und Unterstützung erfahren.

 

Christian Maurer (Oberstudienrat)