Portrait JTG

von Donau TV

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Schulbroschüre

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Termine

09.07.2018

Sommerkonzert

10.07.18 - 12.07.18

Probentage US-Theater

12.07.2018

14:30 - 16:00 Begegnungsnachmittag neue Fünftklässler

19:00 Unterstufen-Theater

16.07.18 - 20.07.18

Betriebs-/Sozialpraktika (10. Jgst.)

20.07.2018

Dies Latinus - 6. Klassen

20.07.18 - 25.07.18

Tönning-Fahrt (7. Jgst.)

26.07.2018

Mannschaftsspieletag

27.07.2018

Ausgabe der Jahreszeugnisse u. Zeugnisse über AA 11/2

 

Natur & Umwelt machen Schule

logoumweltschule

MINT-freundliche Schule

Mint Symbol

Kunst = Kind sein

Ein Schüler einer siebten Klasse bemerkte folgendes: „immer wenn wir Kunst haben, erinnert mich das an meine Kindheit." Zur Kindheit gehört Kunst noch ganz selbstverständlich. Aber danach ist ziemlich bald Schluss damit. Wir formen in der Schule aus verspielten Kindern in immer kürzerer Zeit möglichst effizient arbeitende und denkende junge Menschen, die gerüstet sind für Universität und Arbeitsmarkt. Dass sich ein dreizehnjähriger schon an seine Kindheit erinnert, lässt tief blicken. Offensichtlich ist das Leben dieses Dreizehnjährigen nicht mehr vom Kind sein geprägt. Denn schon in der Grundschule setzt sich das Leistungsprinzip durch. Nur die besten schaffen den Übertritt und dürfen entscheiden, auf welche Schule sie weiter gehen. Charaktereigenschaften wie zum Beispiel „kindisch" sind in diesem Zusammenhang negativ besetzt und deuten wohl auf Unreife hin. Die kindliche Neugier auf alles in der Welt tritt zurück zugunsten von einem bei Lehrern und Eltern so gern gesehenem erfreulichen Lernverhalten oder einer schnellen Auffassungsgabe.
Das Fach Kunst vereint beide Strategien. Einerseits ist der verspielte, kindliche Blick auf die Dinge so unverfälscht, dass er den direktesten Weg zu einer originellen Idee für ein Kunstwerk bildet. Und andererseits hilft eine schnelle Auffassungsgabe zum Beispiel, künstlerische Werktechniken zu verfeinern, um aus dieser Idee ein selbst gefertigtes künstlerisches Produkt zu schaffen.
Was für Kinder oft so selbstverständlich ist, muss man den erwachsenen Managern erst wieder mühsam beibringen. Anscheinend geht vielen beim Erwachsenwerden der ungewohnte Blick auf die Dinge verloren. In teuren und zeitaufwendigen Fortbildungsprojekten lernen Firmenchefs und Führungskräfte den Umgang mit Pinsel und Leinwand oder sollen Kunstwerke aus Ton modellieren. Das alles nur, um dem ungewohnten Blick auf die Dinge wieder auf die Sprünge zu helfen und um so zu denken wie ein Kind: direkt und ursprünglich.
Unsere Abiturienten müssen solche Kurse hoffentlich nicht belegen. Denn sie hatten schließlich jede Woche Kunst in der Schule. Und fast ein Drittel aller Absolventen dieses Jahrgangs legten sogar die mündliche Abiturprüfung im Fach Kunst ab. Ich wünsche ihnen allen, dass sie ihr Interesse für Kunst in ihrem Leben beibehalten.

 

StR Alexander Stern, Fachbetreuer Kunst