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Schulbroschüre

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Termine

Fr, 18.11.2022

Bundesweiter Vorlesetag
 
Mo, 28.11.2022
1. Sitzung des Schulforums
 
Mi, 30.11.2022
5. Jgst.: Autorenlesung Frank Schwieger (5abc)
 
04. - 09.12.2022
Skilager (6. Jgst.) - Gruppe I (6ac)
 
11. - 16.12.2022
Skilager (6. Jgst.) - Gruppe II (6bd)
 
Di, 13.12.2022
3. Informationsveranstaltung Q12
 
Fr, 16.12.2022
P-Seminar "Schnuppertag Französisch (7. Jgst.)"
 
Mi, 21.12.2022
Vorweihnachtliches Konzert
Neue Aula
 
Do, 22.12.2022
Zaubershow für die Unterstufe
Vortrag "Strafvollzug" - 10. Jgst. Ethik 10:30 - 12.00
 
Fr, 23.12.2022
Vorweihnachtliche Gottesdienste
 

 

 

Nachruf Franz Karl

Franz KarlDie Schulgemeinschaft des Johannes-Turmair-Gymnasiums nimmt Abschied von ihrem ehemaligen Lehrer und stellvertretenden Schulleiter Herrn Studiendirektor a.D. Franz Karl.

In den über 30 Jahren seiner Tätigkeit als Lehrkraft am Turmair für die Fächer Deutsch, Geschichte und Erdkunde und in den unterschiedlichsten Aufgaben und Funktionen hat sich Studiendirektor a.D. Karl hohe Anerkennung und Wertschätzung bei Kollegen, Eltern und Schülern erworben als einer (so steht es im Jahresbericht des Schuljahres 1990/91 zu lesen), dem „das Menschliche“ immer wichtiger war als die reine Erfüllung dienstlicher Belange. Und als Zeitgenosse, der seine tiefe Verankerung im christlichen Glauben in seinem pädagogischen Wirken sowie in seinem Handeln als Führungskraft spürbar werden ließ. 

Nach einem Studium an der Philosophisch-theologischen Hochschule in Regensburg und dem Lehramtsstudium an der Universität Würzburg beginnt Franz Karl 1957 seine Referendarsausbildung – zunächst am Neuen Gymnasium in Regensburg als Stammschule, dann folgen „Lehr- und Wanderjahre“ mit Zweigschuleinsätzen an der Oberrealschule mit Schülerheim in Deggendorf, an der Oberrealschule mit Gymnasium in Neumarkt und in Tegernsee. Seine erste Planstelle tritt er dann bereits in Straubing an, allerdings noch nicht am JTG, sondern vorerst am Deutschen Gymnasium (heute Anton-Bruckner-Gymnasium), wo er im Schülerheim wiederum „Erzieherdienst“ leistet. Im August 1960 schließlich erfolgt seine Zuweisung an das Johannes-Turmair-Gymnasium, das ihm über eine Generation hinaus zur Wirkungsstätte wird. 

In diesen langen Jahren hat er – so wieder der Jahresbericht – „seiner Schule viel gegeben“, und das weit über die rein formale Pflichterfüllung hinaus, mit großem Idealismus und Einsatzfreude bis hinein ins Privatleben, in Ferienzeiten und Abendstunden. Hervorgehoben seien der Aufbau der Schülerlesebücherei, die Leitung der Lehrmittelsammlung, sein Einsatz als Vertrauenslehrer, die Funktion des Fachschaftsleiters für Deutsch (Unter- und Mittelstufe), seine Tätigkeiten als Fachberater für Geschichte und Erdkunde, das Engagement als Regisseur und Bühnenbildner im Schultheater (zusammen mit dem Kollegen Karl Tyroller), die vielen Beiträge zu den „Straubinger Heften“ und seine Arbeit über die Geschichte des JTG in der Zeit des Nationalsozialismus für die Jubiläumsfestschrift im Jahr 1981. 
Besonders zeit- und kräfteraubend war seine über mehr als ein Jahrzehnt andauernde Tätigkeit als Leiter des „Baureferats“ des Humanistischen Gymnasiums, wo sich Kollege Karl ab 1970 mit Energie und Durchsetzungskraft für die Belange der Schule einsetzte, hartnäckig für eine zeitgemäße und praxisnahe Gestaltung eines neuen Schulgebäudes am Peterswöhrd kämpfte und 1982 schließlich den Umzug ins heutige Schulhaus organisieren konnte. Keine Frage, dass er in dieser Zeit auch selbst des Öfteren zu Hobel und Säge griff und mit Hand anlegte, bis alles an Ort und Stelle war.
Folgerichtig war es aufgrund des hohen Vertrauens, das er im Kollegium genoss, und seiner Verdienste um die Schule, dass er zum 1. August 1987 schließlich zum Stellvertretenden Schulleiter bestellt wurde. In dieser Eigenschaft wirkte er weiter immer ausgleichend und gesprächsbereit zum Wohle von Schülern, Eltern und Kollegium und machte sich unter anderem stark für die Einstellung einer hauptamtlichen Kraft für die Schülerbibliothek. Zuletzt gestaltete und begleitete er unaufgeregt und souverän den Wechsel in der Schulleitung von OStD Simon Eckl zu OStD Walter Schäfer, bevor er zum Schuljahresende im August 1991 seinen eigenen Ruhestand nach 31 Jahren Johannes-Turmair-Gymnasium antrat.

Bis in seine letzten Lebensjahre blieb Franz Karl dem Straubinger „Huma“ verbunden und suchte ganz selbstverständlich den Kontakt zu seiner alten Schule. Geist- und kenntnisreich verfolgte er die laufenden Entwicklungen und verstand diese in Bezug zu setzen zu seinen eigenen Erfahrungen als Pädagoge und zur Vergangenheit unserer traditionsreichen Bildungseinrichtung, der er sich immer wieder im privaten Studium gewidmet und die er in mehreren Veröffentlichungen auch profund beschrieben hat.

Wenn er bei feierlichen Anlässen wie Abiturfeiern, Festen oder Veranstaltungen ins Gespräch kam mit früheren und neuen Kollegen und auch mit der aktuellen Schulleitung, dann wusste er seine Gesprächspartner nicht nur durch Geschichten aus dem Lehrerzimmer, sondern auch mit Anekdoten aus der Historie des „Turmair“ und seiner eigenen Lebensgeschichte zu unterhalten.

Allen, die Herrn Karl noch als Lehrer und Kollegen kennen, wird er in Erinnerung bleiben als Vorbild an Humanität und Gelassenheit sowie Gerechtigkeit und Güte – innerhalb und außerhalb des Klassenzimmers.
Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt seiner Familie.

 

Markus Sabinsky, StD
Stellvertretender Schulleiter

 

(Foto: privat)