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MINT-freundliche Schule

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Schulbroschüre

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Termine

Fr, 18.11.2022

Bundesweiter Vorlesetag
 
Mo, 28.11.2022
1. Sitzung des Schulforums
 
Mi, 30.11.2022
5. Jgst.: Autorenlesung Frank Schwieger (5abc)
 
04. - 09.12.2022
Skilager (6. Jgst.) - Gruppe I (6ac)
 
11. - 16.12.2022
Skilager (6. Jgst.) - Gruppe II (6bd)
 
Di, 13.12.2022
3. Informationsveranstaltung Q12
 
Fr, 16.12.2022
P-Seminar "Schnuppertag Französisch (7. Jgst.)"
 
Mi, 21.12.2022
Vorweihnachtliches Konzert
Neue Aula
 
Do, 22.12.2022
Zaubershow für die Unterstufe
Vortrag "Strafvollzug" - 10. Jgst. Ethik 10:30 - 12.00
 
Fr, 23.12.2022
Vorweihnachtliche Gottesdienste
 

 

 

Der Sucht vorbeugen

 

IMG 5976Wer sich auskennt, kann Risiken einschätzen und sich selbst schützen. Damit setzten sich die 9. Klassen am Johannes-Turmair-Gymnasium bei dem Besuch des gemeinnützigen Straubinger Vereins 1zu1 auseinander. Im Klassenverband gingen die Schüler mit dem Sozialarbeiter Christoph Kimmel und mit einem ehemaligen Drogenkonsumenten dem Thema Sucht auf den Grund. Zunächst schaffte Christoph anhand eines Videos bei den Jugendlichen ein Bewusstsein dafür, dass Menschen, die in einem positiven Umfeld leben, viel weniger anfällig dafür sind, sowohl Drogen zu konsumieren als auch letztendlich den Absprung davon zu bewerkstelligen. Gerade hier greift die Arbeit des Vereins, der sich die Prävention, Therapie und Beratung im Bereich Sucht auf die Fahnen geschrieben hat. Für Heranwachsende stellte Christoph das Programm FRED, eine Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumierenden, und die offene Jugendsprechstunde des Vereins vor, die kostenlose und verschwiegene Beratungsgespräche ermöglicht. Dann durften die Jugendlichen in Christophs „Suchtkorb“ greifen und Gegenstände wie Kaffee, Schokolade, DVDs, ein Handy, aber auch Zigaretten, Alkohol und Medikamente ziehen, um anschließend deren Suchtpotential aufzudecken und ihre Erfahrungen darüber zu teilen. Es wurde schnell klar, dass die Verführung im Alltag groß ist, weil die Mittel schnell glücklich machen, man ihnen fast beständig ausgesetzt ist und sie oft leicht verfügbar sind. Die Gegenstände hier sind zudem alle legal erhältlich. Deshalb kommt es verstärkt darauf an, die Kontrolle über das richtige Maß nicht zu verlieren und sich einen realistischen Blick auf das eigene Verhalten zu bewahren. Hierbei ist schon hilfreich, bewusst mal eine Woche lang zum Beispiel das Smartphone in der Freizeit beiseitezulegen und sich den Gewinn an wertvoller Zeit vor Augen zu führen, wie es die Schüler selbst beschreiben können. Solange man einen übermäßigen Konsum aus eigenem Antrieb stoppen kann, ist man noch Herr der Lage. Der schleichende Übergang zur Sucht erfolgt meist lautlos. Wer sich mit 14 Jahren denkt, das passiert mir nicht oder wie können die anderen nur, findet sich mit 20 Jahren schon mal als Raucher wieder. So eine typische Raucherkarriere fängt in der Regel harmlos an und geht überwiegend zurück auf den Wunsch, zur Gruppe der angesagten Freunde dazuzugehören. Wie drastisch sich das entwickeln kann, wenn man keine Grenze zieht, vergegenwärtigten die Erfahrungen des jeweiligen Gastes, den Christoph mit in den Gesprächskreis brachte und auf dessen Geschichte die Schüler schon sehr gespannt warteten. Denn in ungeschönter und damit sehr bewegender Weise gab dieser als Ex-User authentisch Auskunft über seine Drogenvergangenheit. Früh an Zigaretten und Alkohol gewöhnt, folgte der Konsum von Haschisch und Kokain, das auf Feiern von vermeintlichen Freunden angeboten wurde. Einmal süchtig war man auch vom Angebot der Dealer abhängig und wenn Gewohntes nicht geliefert werden konnte, dann wechselte man auch zu härteren Mitteln. Um den sich steigernden Bedarf an Betäubungsmittel zu finanzieren, entstand der zusätzliche Druck, an schnelles Geld zu kommen. Nach jahrelangem Drogenmissbrauch, über 30 kräftezehrenden Entgiftungen, mehreren erfolglosen Therapien und vielen Rückfällen gelang der Absprung mit Hilfe des Betreuungsvereins 1zu1, der es ermöglichte, in therapeutischen Wohngemeinschaften im Leben wieder Fuß zu fassen. Der Besuch an Schulen liegt den Ex-Usern sehr am Herzen, denn ihre Geschichte soll den jungen Menschen die Augen für die Risiken und Gefahren öffnen und sie zu einem entsprechend verantwortungsvollen Umgang mit allen Arten von Rauschmitteln befähigen. Für das Vermitteln der wichtigen Eindrücke bedanken wir uns beim Verein 1zu1 und für die Finanzierung des Projekts beim Elternbeirat und dem Verein der Freunde des Johannes-Turmair-Gymnasiums.