Portrait JTG

von Donau TV

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Schulbroschüre

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Termine

16.10.18 - 24.10.18

Irland-Austausch 

18.10.2018 - Donnerstag

Archäologischer Tag - 6. Klassen

23.10.2018 - Dienstag

Elternabende 7./8./9. Jahrgangsstufe

26.10.18 - 12.11.18

Indienaustausch - Lotus Valley Highschool, Neu Delhi

05.11.2018 - Montag

Vortrag: Besser leben ohne Plastik, Autorin Nadine Schubert

Auftaktveranstaltung "Lebensbaum"

SMV: Schuhkarton-Aktion

06.11.2018 - Dienstag

Abgabe der Seminararbeit in Q12

1. Elternsprechtag 5.-7. Jahrgangsstufe

08.11.2018 - Donnerstag

"Turmair liest": Lesung aus dem Jugendbuch TREPPE IN DIE ANDERE ZEIT, Dr. Hans Irler

09.11.2018 - Freitag

Gedenktag 80 Jahre Reichspogromnacht

Prävention: Alkohol u. Drogen im Straßenverkehr
8:40-10:10: 10a
10:30-12:00: 10bc

14.11.2018 - Mittwoch

Pädagogischer Elternabend
"Mit Büchern unsere Kinder stärken"
Vortrag Dipl. Soz.Päd. u. Buchhändlerin D. Dombrowsky
Regensburg

16.11.2018 - Freitag

Bundesweiter Vorlesetag

22.11.2018 - Donnerstag

Demokratieprojekt mit Witek Chmielewski (I) Vorgespräch/Theorieteil

Kunst-/Literaturprojekt Iwona Chmielewska, 5. Klasse

1. Elternsprechtag 8.-12. Jahrgangsstufe

26.11.2018 - Montag

Festakt - UMWELTSCHULE
9:00 Empfang, anschl. Preisverleihungen, Ende ca. 13:00 Uhr, ca. 300 Pers. - Turnhalle gesperrt!

 

Natur & Umwelt machen Schule

logoumweltschule

MINT-freundliche Schule

Mint Symbol

Wo die Sirenen ihre Flügel verloren...

 

Unter dem Motto „Brücken bauen“ erneuerte das Johannes-Turmair-Gymnasium in diesem Schuljahr die lange Partnerschaft mit dem 5.Gymnasium Chania, Kreta. Die Griechisch-Schüler der 8. und 9. Klasse besuchten für eine Woche in Kreta ihre griechischen Partner, die im Herbst bereits in Straubing gewesen waren. Schulleiterin Andrea Kammerer hatte den Austausch zur Chefsache erklärt und begleitete zusammen mit den Griechischlehrkräften Christine Geier und Johann Fellinger die Reise: „Für uns als Gymnasium, in dem Griechisch gelernt wird, bildet die Freundschaft mit unserer griechischen Partnerschule die perfekte Gelegenheit, Einblicke in das moderne Griechenland zu bekommen“, so die Schulleiterin. Unterstützt wurde diese Maßnahme durch das Kultusministerium im Rahmen des Projekts „Griechenland damals und heute“.
Der Flug ging zunächst zur größten Stadt auf Kreta, nach Heraklion, wo die Schüler und Lehrer des 5.Gymnasiums Chania ihre Gäste bereits freudig erwarteten. Gemeinsam reisten sie dann zu dem berühmten Labyrinth des Minotaurus, in die minoische Hauptstadt Knossos. Stierhörner und Doppeläxte zierten den ausladenden Palast des Königs Minos, der zwischen 1800 und 1600 vor Christus die früheste Hochkultur auf europäischem Boden beherbergte und auch Verbindungen zur ägyptischen Kunst aufweist. In den Gebäuden finden sich nicht nur zahlreiche wunderbare Wandmalereien, wie z.B. die berühmten Delphine, sondern auch der erste Thronsessel Europas.
Ein kurzer Besuch im Museum von Heraklion, in dem die Funde von Knossos ausgestellt wurden, beeindruckte alle durch die Menge an wunderschönen Kunstgegenständen und Goldschmuck.
Abends ging es mit dem Bus nach Chania, wo die Gasteltern für ein herrliches, typisch kretisches Abendessen direkt am Meer gesorgt hatten.
Nachdem der erste Tag ganz in die Frühzeit der Insel geführt hatte, gab es am zweiten eine Ausgrabung des hellenistischen Aptera, das bis in die Römerzeit von Bedeutung war. Auf dem Gelände eines ehemaligen Klosters liegt die Stadt auf einer Hochebene. Neben zwei Häfen fand sich bei den Ausgrabungen, die erst in den letzten zwei bis drei Jahren stattfanden, sogar ein gut erhaltenes griechisches Theater, eine römische Zisterne und die Reste einer römischen Villa. Die kompetente Führung durch die Grabungsleiterin Katerina Tzangaraki erklärte auch den Namen der Stadt mit einem alten Mythos. Bei einem Gesangswettstreit mit den Musen unterlagen die Sirenen und warfen daraufhin ihre Flügel ins Meer, aus denen zwei Inseln entstanden. A-Ptera bedeutet „flügellos“.
Der nächste Tag führte vormittags in die Schule, wo Frau Pimbli, die Direktorin des 5. Gymnasium von Chania, die deutschen Gäste aus Straubing im Beisein aller griechischen Schüler aufs Herzlichste begrüßte. Frau Kammerer bedankte sich und überraschte durch eine kurze Ansprache auf Neugriechisch, bei der es im ganzen Saal mucksmäuschenstill wurde. Sie überreichte dazu ein Gastgeschenk aus der Glasbläserei, die die griechischen Schüler bei ihrem Besuch in Deutschland im Bayerischen Wald besichtigt hatten. Den Abschluss der Feier bildete eine Aufführung der Theatergruppe, die eine modernisierte neugriechische Fassung von Homers Odyssee mit verteilten Rollen sehr überzeugend vortrugen. Durch die im Hintergrund eingeblendete deutsche Übersetzung war dies für die deutschen Schüler, die ja alle Altgriechisch lernen und in der 10. Jahrgangsstufe die Odyssee im Original kennenlernen, ebenfalls sehr interessant.
Eine Brücke in die jüngere Vergangenheit schlug der Stadtrundgang durch Chania, der die bereits im Mittelalter und der frühen Neuzeit vielfältige Geschichte der schönen Hafenstadt belegte. Die Venezianer, die Osmanen, die Ägypter haben in ihrer Besatzungszeit jeweils den Stil der Architektur geprägt, wie man bereits am Wahrzeichen der Stadt, dem Leuchtturm, sehen kann. Die Schüler bekamen die Metropolitenkirche, die Reste eines katholischen Klosters sowie die Synagoge zu sehen. Hier wurde auch auf die Rolle der Deutschen im Weltkrieg kurz Bezug genommen. Man konnte Vergleiche zu seiner Heimatstadt ziehen. Dazwischen gab es aber auch merkwürdige Mischungen wie die ehemals katholische Kirche der Venezianer, die von den Osmanen zu einer Moschee umfunktioniert wurde und dabei ein Minarett bekam. Als die orthodoxe Kirche das Bauwerk als Gotteshaus übernahm, wurde noch ein Glockenturm hinzugefügt. So bietet dieses Gotteshaus einen Gesamtblick auf eine lange und wechselvolle Geschichte in einem einzigen Gebäude.
Die schöne Hafenpromenade mit der Moschee und den vielen Restaurants und Souvenirläden lud zum Stöbern ein und schlug die Brücke zum heutigen modernen und weltoffenen Chania, für das der Tourismus ein sehr wichtiger Faktor ist. Auch das Museum von Chania und die Pinakothek mit ihren stets wechselnden Ausstellungen waren ein Ziel der Gruppe. In der Pinakothek waren diesmal Kunstwerke zum Thema „Babel“ ausgestellt.
Zur Vertiefung des Museumsbesuchs trafen sich Schüler und Lehrer am nächsten Morgen in der Schulbibliothek zum Basteln. Mit Bastelton sollten minoische Kunstwerke nachgebaut werden. Dadurch setzten sich die Einzelnen sehr genau mit den im Museum nur betrachteten Gegenständen auseinander und lernten die Kunstfertigkeit der antiken Handwerker besser zu schätzen. Manche der Schüler zeigten auch große Kreativität und Geschicklichkeit. Die fertigen Exponate, die sie mit nach Hause nehmen durften, werden sicher eine bleibende Erinnerung sein.
Abends wurde es dann sportlich, denn es stand ein Besuch im Fechtzentrum von Chania an, dessen Leiter auch Sportlehrer am Gymnasium ist. Die Schüler durften hier einen richtigen Wettkampf mit den Degen ausfechten und bekamen die Regeln für Treffer erklärt.
Mit dem Ausflug zum Kloster Guberneto und der Wanderung zur „Bärenhöhle“ lernten die deutschen Schüler auch das Umland ihrer Partnerstadt und die Naturschönheiten Griechenlands kennen.
Der Besuch auf der NATO-Base war sicher ein weiteres Highlight für alle und zeigte die heutige Bedeutung Kretas im Rahmen der NATO. Die Schüler erhielten die einmalige Gelegenheit, die Schießübungsstätte Namfi zu besichtigen, wo die NATO alle Arten von Schießübungen zu Luft, zu Land und zu Wasser trainiert. Außerdem finden dort verschiedene andere Übungen wie z.B. das Training für Rettungs- und Spürhunde unter extremen Bedingungen statt. Ständige Mitglieder sind Deutschland, Griechenland und die Niederlande, aber auch alle anderen Natomitglieder können die Basis nutzen. Die vielen kritischen und interessierten Fragen zeigten, dass die Kinder ganz bei der Sache waren.
Selbstverständlich nahmen die deutschen Schüler auch am Unterricht der Partnerschule teil und diskutierten lebhaft Unterschiede zum heutigen Schulsystem. Das vielfältige Programm, das Frau Tsourounaki, die Deutsch-Lehrerin des 5.Gymnasiums Chania, zusammengestellt hatte, zeigte wirklich viele Facetten von „Griechenland damals und heute“ und baute eine Brücke zwischen den beteiligten Personen, den beiden Gymnasien und Städten.
Bei der Abfahrt zum Flughafen hätten Schüler und Lehrkräfte ihren Aufenthalt gerne noch verlängert.
StDin Christine Geier