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Schulbroschüre

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Termine

Fr, 18.11.2022

Bundesweiter Vorlesetag
 
Mo, 28.11.2022
1. Sitzung des Schulforums
 
Mi, 30.11.2022
5. Jgst.: Autorenlesung Frank Schwieger (5abc)
 
04. - 09.12.2022
Skilager (6. Jgst.) - Gruppe I (6ac)
 
11. - 16.12.2022
Skilager (6. Jgst.) - Gruppe II (6bd)
 
Di, 13.12.2022
3. Informationsveranstaltung Q12
 
Fr, 16.12.2022
P-Seminar "Schnuppertag Französisch (7. Jgst.)"
 
Mi, 21.12.2022
Vorweihnachtliches Konzert
Neue Aula
 
Do, 22.12.2022
Zaubershow für die Unterstufe
Vortrag "Strafvollzug" - 10. Jgst. Ethik 10:30 - 12.00
 
Fr, 23.12.2022
Vorweihnachtliche Gottesdienste
 

 

 

Was heißt Werwolf auf Französisch?

Nach drei Jahren pandemiebedingter Pause ging es frühmorgens am 04. Oktober 2022 endlich wieder los: 17 wagemutige Französischschülerinnen und -schüler sowie zwei Lehrkräfte des Johannes-Turmair-Gymnasium machten sich auf den Weg zu ihrer Partnerschule, dem Lycée Edouard-Herriot in Voiron (Frankreich), um dort eine Woche mit ihren französischen Corres zu verbringen. Größer als die Koffer war nur die Aufregung. Doch die war angesichts des herzlichen Empfangs der französischen Gastgeber schnell vergessen. Nach dem ersten Abend in den Familien verbrachten die deutschen Gäste den Mittwochvormittag im Unterricht ihrer Austauschpartner. Beim Speedmeeting wurden schnell erste Sprachhemmungen abgebaut und viele Kontakte geknüpft.
In den folgenden Tagen standen verschiedene Ausflüge nach Lyon, Grenoble sowie ins Gebirge und zur Tropfsteinhöhle Saint-Christophe la Grotte an. Sprachgeschichte wurde lebendig, als die Schüler die sogenannten Traboules – lange schmale Durchgänge in den Häusern Lyons – durchquerten. Trabouler kommt schließlich vom lateinischen transambulare – durchqueren, wie die Stadtführerin anschaulich erklärte. Eindrucksvoll war auch die Wanderung zum Kartäuserkloster im Gebirge der Chartreuse. Die Schüler erhielten während des Spaziergangs einen kurzen Eindruck von der Kraft der Stille, welche die Schweigemönche alltäglich erfahren. Denn in der Nähe des Klosters durfte nicht gesprochen werden.
Beim gemeinsamen Spielenachmittag am Wochenende wurde gelacht, gesungen, natürlich gespielt – und ganz nebenbei Vokabeln gelernt: Le loup-garou – der Werwolf, la voyante – die Seherin, ... Schneller als allen lieb war, war dann am Montag schon der letzte Abend angebrochen. Nach einer kurzen Präsentation zur bayerischen Heimat genossen die deutschen Schüler mit ihren französischen Freunden den letzten gemeinsamen Abend in Frankreich bei Musik und allerlei Köstlichkeiten.
Beim Abschied von den Gastfamilien am Dienstagmorgen wurde das ein oder andere Tränchen verdrückt – und das, obwohl die französischen Gastschüler mit in den Bus stiegen, um gemeinsam mit den deutschen Austauschpartnern die Reise zum Gegenbesuch in Straubing anzutreten.
Dort hieß der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Straubing, Herr Werner Schäfer, gemeinsam mit dem stellvertretenden Schulleiter StD Markus Sabinsky die französischen Gäste am Mittwoch, 12. Oktober 2022, herzlich willkommen. Gerade in Zeiten wie diesen sei es wichtig, nicht nur die Fremdsprache anzuwenden und Einblicke in die fremde Kultur zu erhalten, sondern vor allem Freundschaften zu knüpfen, so Sabinsky. Er wünschte den Schülern, dass diese Freundschaften über den Austausch hinaus bestünden, und bedankte sich gleichzeitig bei allen, Schülern wie Eltern, die sich auf das „Experiment Schüleraustausch“ eingelassen haben. Ähnlich äußerte sich der stellvertretende Bürgermeister Schäfer, der den Wandel der deutsch-französischen Beziehungen in der eigenen Familie miterlebt hatte. Als seine Großmutter nach dem ersten Weltkrieg als Französin nach Straubing kam, galt sie noch als „Exotin“, wie Schäfer schmunzelnd bemerkte. Nach den Zeiten des zweiten Weltkriegs, in denen sich der französische und deutsche Familienteil auf gegnerischen Seiten gegenüberstanden, erlebte Schäfer die Versöhnung zwischen Charles de Gaulle und Konrad Adenauer 1960 als historischen Schritt hin zur deutsch-französischen Freundschaft, die es weiterhin zu pflegen gilt. Schäfer betonte in diesem Zuge die Wichtigkeit von Austauschbegegnungen im schulischen wie auch im außerschulischen Bereich und dankte ebenfalls allen am Schüleraustausch Beteiligten sowie den verantwortlichen Lehrkräften. Abschließend wünschte er den französischen Gästen eine ereignisreiche Zeit und viele bereichernde Erfahrungen während ihres Aufenthalts in Straubing.
Davon gab es in den nächsten Tagen reichlich, z.B. bei der Fahrt zur Walhalla und nach Regensburg, bei der Firmenbesichtigung von Max Frank in Leiblfing, beim gemeinsamen Zoobesuch mit den deutschen Austauschpartnern oder bei der Brauereibesichtigung der Karmelitenbrauerei in Straubing. Auch die zweite Woche des Schüleraustauschs verging so wie im Fluge. Beim abschließenden Abschiedsabend am JTG waren sich alle einig: Der Schüleraustausch war ein einmaliges Erlebnis, bei dem viele tolle Freundschaften entstanden sind. Und so wurden bei der Verabschiedung am Dienstagmorgen bereits Pläne für ein baldiges Wiedersehen geschmiedet. Vive l’amitié franco-allemande!