Zwischen Anpassung und Widerstand

 

Eine Doppelstunde W-Seminar ist meistens sehr trocken, entweder referieren Mitschüler oder man spricht über Seitenränder und Zeilenabstände. Diesen Mittwoch jedoch wurde das W-Seminar Religion von einer wahren Koryphäe im Bereich der Kirchengeschichte, Herrn Prof. Dr. Karl Hausberger, besucht. Dementsprechend gespannt hörten die Schüler dem ehemaligen Turmair-Schüler und emeritierten Professor, den den Lehrstuhl für Mittlere und Neue Kirchengeschichte an der Universität Regensburg innehatte, zu, als er passend zum Leitthema „Kreuz und Hakenkreuz – Kirche im Dritten Reich“, über die katholische Kirche zur Zeit des NS-Regimes in Bayern sprach. Mit viel Gefühl und Pathos nahm Herr Prof. Dr. Hausberger die Schüler mit auf eine Zeitreise von der Weimarer Republik bis hin zur Stellung der Kirche im Zweiten Weltkrieg. Desweiteren stellte der Referent den Schülern Kriterien vor, mit denen man beurteilen kann, ob es sich bei den Kirchenmännern um „Mitläufer“ oder Unterstützer der NS-Herrschaft handelte. Zum Schluss gab es dann sogar noch Tipps für wissenschaftliches Arbeiten im Allgemeinen und die Fragen der Schüler wurden ausgiebig beantwortet. Ein Stückchen informierter können die Kursteilnehmer nun ihre Seminararbeit verfassen und sich noch tiefer in das Themengebiet einarbeiten.
Jakob Schweiger, Q11