Portrait JTG

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Natur & Umwelt

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MINT-freundliche Schule

Mint Symbol

Schulbroschüre

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Termine

13.01.2020

Theatertage Niederaltaich

15.01.2020

Lesung: Oliver Uschmann 7b/7c

16.01.2020

19:00 Uhr: Turmair liest: IM KAFF UND AM HUMA
Lesung mit Josef Schindler
Ort: Historische Bibliothek
Um Voranmeldung wird gebeten!

20.01.2020

19:00 Uhr: Veranstaltung zum Übertritt ans Gymnasium
Vorstellung der 4 Straubinger Gymnasien,
Rittersaal

29./30.01.2020

Dachau - Gedenkstättenbesuch
Mi: 9cd
Do: 9ab

03.02.2020

19:00 Uhr, Griechischer Abend

04.02.2020

vormittags: Science Day
nachmittags: Marktplatz W-Seminare

06.02.2020

11:15 - 12:15 Uhr, "Wege ins Studium" - Q12

Berufsberaterin Dr. Giese

nachmittags: Marktplatz P-Seminare

12.02.2020

Präventionsprojekt P.A.R.T.Y,
Klinikum St. Elisabeth

13.02.2020

Englisches Theater: Tom Sawyer
Klassen Q11+12 + 2x10 ab der 3.Stunde, Theater am Hagen

18:00 Uhr, "Schnupperabend" Latein
für interessierte Viertklässler und ihre Eltern

20.02.2020

11:15 - 12:15 Uhr: Möglichkeiten mit dem Abitur - Q11, Dr. Giese

02.03.2020

Elternabende 7. und 9. Jgst. - Informationsveranstaltungen
18:00 Uhr: Info zu spätbeg. Spanisch (9)
19:00 Uhr:  Wahl d. Ausbildungsrichtungen (7)

06.03.2020

TAG DER OFFENEN TÜR

09./10.03.2020

Probentage Percussion/Orchester

11.03.2020

Theater: Die Stadtplatz-Morde
8. Klassen, Paul-Theater SR

20.03.2020

Lesung: Ibrahima Ndiaye
5. Jgst. (2 Klassen)

24.03.2020

Vortrag: Schrecklich schönes Afrika
Referentin: Andrea Rössler, Rgbg.
2./3.: 8ad
4./5.: 8bc

26.03.2020

Theaterbesuch: Die Brüder Löwenherz
Klasse 5a

01.04.2020

Elternabend MFM-Projekt 5. Jgst

20.04.20 - 26.04.20

Pragfahrt, Austausch mit Kepler-Gymnasium Praha

28.04.2020

MFM-Projekt
5a/5c

30.04.2020

ABITUR - Schriftl. DEUTSCH

7:55 - 12:45 Uhr: MFM-Projekt
5b/5d

05.05.2020

ABITUR - Schriftl. MATHEMATIK

08.05.2020

ABITUR - Schriftl. 3. ABITURPRÜFUNGSFACH (ohne Französisch)

11. - 15.05.2010

Neuanmeldung für die Aufnahme in die 5. Jgst. Gymnasium

11.05.2020

ABITUR - Schriftl. FRANZÖSISCH

18.05.20 - 22.05.20

KOLLOQUIUM - 1. Woche

19.05.20 - 22.05.20

Probeunterricht

25.05.20 - 29.05.20

KOLLOQUIUM - 2. Woche

16.06.2020

ABITUR - Mündliche Zusatzprüfungen

21.06.20 - 05.07.20

USA-Austausch: Gegenbesuch

23.06.2020

2. zentraler Englischtest in Jgst. 10

26.06.2020

Entlassfeier - ABSOLVIA 2020
11:00 Uhr: Gottesdienst
13:00 Uhr:  Festakt zur Vergabe der Abiturzeugnisse
abends: Abiturball

30.06.2020

SOMMERFEST

02.07.2020

Oberstufen-Theater

09.07.2020

19:00 Uhr, Sommerkonzert

14.07.2020

BUNDESJUGENDSPIELE Jgst. 5 mit 8

14.07.20 - 17.07.20

Studienfahrten Q11

17.07.2020

Allgemeiner Wandertag

Dies Latinus - 6. Klassen

17.07.20 - 22.07.20

Tönning-Fahrt 7. Jgst.

23.07.2020

MANNSCHAFTSSPIELETAG

Den Wert des Lebens spürbar machen

 

Gruppe 001Frühmorgens mit dem Bus unternahm eine kleine Gruppe von P-Seminaristen des Turmair-Gymnasiums, gesponsert vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“, die Exkursion ins knapp 200 Kilometer entfernte oberösterreichische Hartheim – ein Schloss auf dem Land idyllisch zwischen Wels und Linz gelegen, das aber den Nationalsozialisten seit 1940 einem furchtbaren Zweck diente: Dort wurden, vor allem im Rahmen der sogenannten „Aktion T4“, zehntausende von Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung systematisch umgebracht. Auch Straubinger sind unter den Opfern des zentral geplanten Mordvorhabens. Sie wurden zuerst aus der kirchlichen Einrichtung der Barmherzigen Brüder ins Regensburger Bezirksklinikum verlegt und wenig später mit den berüchtigten „grauen Bussen“ nach Hartheim gebracht, wo sie, nach der perversen Logik der nationalsozialistischen Ideologie zu „lebensunwertem Leben“ erklärt, sofort vergast wurden. Ob der Schrecken dieser Vernichtungsstätte wohl von der Besucherin oder dem Besucher unserer Gegenwart nachempfunden werden, für sie erfahrbar gemacht werden kann?
Die Mannschaft des Erinnerungs- und Lernortes Schloss Hartheim gab sich jede Mühe, den Jugendlichen aus Niederbayern nahezubringen, was sich an diesem Ort an Unfassbarem abgespielt hat. Der Vormittag diente der Erforschung zweier typischer Lebensläufe von Opfern der Tötungsanstalt, wo neben Menschen mit Behinderung auch arbeitsunfähige Häftlinge aus Konzentrationslagern wie Mauthausen und Dachau ermordet wurden. So lernten die JTG-Schüler einen jungen Polen kennen, der als Teil der „Intelligenz“ zur Zwangsarbeit ins Deutsche Reich verschleppt wurde und zwei KZ-Anstalten überlebte, ehe er in Mauthausen so schwer erkrankte, dass man ihn nach Hartheim deportierte. Gleichermaßen nah ging das Schicksal eines niederbayerischen Bauernsohnes, der, selbst siebenfacher Vater, jedoch traumatisiert vom Einsatz im Ersten Weltkrieg, nach dem frühen Tod seiner Ehefrau völlig den seelischen Halt verlor und, von Depression und Apathie geplagt, immer mehr dem Leben abhanden kam. Auch er starb als ehemaliger Pflegling der Barmherzigen Brüder Straubing schließlich in der Gaskammer der Anstalt Hartheim – für die Nationalsozialisten in ihrer Menschenverachtung der „Gnadentod“.
Bevor aber die Straubinger Schülerinnen und Schüler diesen Ort des Schreckens selbst ansehen konnten, zeigte ihnen eine hervorragend konzipierte Ausstellung im ersten Geschoss der Gedenkstätte, aus welchen Denktraditionen sich das mörderische Programm der Nazis speiste – von der kalten, blind fortschrittsoptimistischen Rationalität der aufgeklärten Medizin über die seit der Zeit der Industrialisierung kursierenden Ideale von „Sozialhygiene“ bis zu den eugenischen Theorien des noch jungen 20. Jahrhunderts, die bereits direkt in die Verbrechensgeschichte des Nazi-Regimes münden, aber weit über die Grenzen Deutschlands hinaus, auch in der westlichen Welt verbreitet waren. In Hartheim kann man sich ansehen, wohin der Plan, eine „bessere Gesellschaft“ zu erschaffen, die Menschen geführt hat – indem sie die Auffassung propagierten, in dieser Gesellschaft sei nicht für jeden Platz.