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Schulbroschüre

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Termine

 

9., 10. und 11.02.2021

Digitale Schnuppertage Latein für Viertklässler und ihre Eltern (jew. Videokonferenz)

 

22.02.2021

Lehrerkonferenz

 

01.03.2021

Klassenkonferenzen

 

05.03.2021

Zwischenzeugnis Jgst. 5-10

 

19.03.2021

Tag der offenen Tür (online)

 

 

Von Gladiatoren, Fremdwörtern und lateinischem Bairisch

 

IMG 9230„Salvete, discipuli!“, hieß es am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag der vergangenen Woche für je drei mal zwölf Grundschülerinnen und Grundschüler, die in einer digitalen Lateinstunde einen ersten Blick ins Turmair-Gymnasium warfen. Schulleiterin Andrea Kammerer, die es sich nicht nehmen ließ, alle neun Gruppen selbst zu unterrichten, freute sich über den regen Zuspruch und den großen Eifer, mit dem die Kinder die Besonderheiten des Fachs entdeckten. Dass viele unserer Namen wie Julia oder Felix und sogar der bayerische Gruß „Servus!“ aus dem Lateinischen stammen, weckte die Neugier der kleinen Lateiner ebenso wie die Beobachtung, dass Wörter wie videre, cura oder numerus spielend aus den deutschen Begriffen Video, Kur oder Nummer ableitbar sind. Sogar erste lateinische Sätze wurden erschlossen, deren Inhalt die Schülerinnen und Schüler zum Gespräch über eine beliebte Freizeitbeschäftigung der Römer, den Besuch von Gladiatorenspielen, anregte. Unterschiede zwischen dem lateinischen und deutschen Satzbau und der Schreibung der Wörter in den beiden Sprachen entdeckten die angehenden Gymnasiasten dabei wie von selbst. Vorbildlich meisterten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch die digitalen Herausforderungen wie das Heben der virtuellen Hand oder das An- und Abschalten des Mikrophons bei Redebeiträgen. Als sich die Kinder am Ende der Stunde mit Smileys und einem herzlichen „Vale, magistra!“ bedankten, war fast vergessen, dass man sich „nur“ per Videokonferenz getroffen hatte.

Dass Kinder gerade die Fremdheit der Inhalte fasziniert, die im Lateinunterricht Thema sind, erläuterte der Fachdidaktiker und Lehrbuchautor Clement Utz am Mittwoch- und Donnerstagabend interessierten Eltern ebenfalls in einer Videokonferenz. Auch die Klarheit, die das „Baukastensystem“ der lateinischen Sprache vermittle, komme gerade jüngeren Schülern sehr entgegen. In einem angeregten Dialog, an dem auch Latein-Fachschaftsleiter Albert Jungtäubl und Lateinlehrerin Doris Kölnberger teilnahmen, ging Utz auf Fragen der Eltern zu seinem Vortrag ein, der hier einsehbar ist. Dabei wurde der Nutzen von Latein als erster Fremdsprache für andere Fächer und das Lernen überhaupt herausgestellt und den Eltern Mut gemacht, ihren Kindern das Lateinlernen zuzutrauen; es sei dabei keineswegs nötig, dass die Eltern selbst Latein gelernt hätten.