Portrait JTG

von Donau TV

videopic2

Schule ohne Rassismus Logo

Natur & Umwelt

klick Dich hier rein!

MINT-freundliche Schule

Mint Symbol

Schulbroschüre

broschuerejpg Seite 1

 

Termine

23.09.2019

Busschulung der 5. Klassen

14.-20.09.2019

P-Seminarfahrt Spo: Alpencross 

15.-21.09.2019

P-Seminarfahrt L: Rom

16.-20.09.2019

P-Seminarfahrt Geo: Alpine Hüttenwanderung

16.-20.09.2019

P-Seminarfahrt B: Auf Ötzis Spuren

16.-18./18.-20.09.2019

Teambildungstage der 8. Klassen

 18.09.2019

Wandertag (Kl. 5-7/9-10); Informationsveranstaltungen für Q11 und Q12

19.-20.09.2019

Kennenlerntage der 5. Klassen in Passau (Gruppe I: 5a/5c)

23.09.2019

Beginn des Wahlunterrichts

24.09.2019

Jahrgangsstufentests: Deutsch 6, Mathematik 8, Englisch 10

23./24.09.2019

Anti-Mobbing-Workshop (6. Jgst.)

26.09.2019

Jahrgangsstufentests: Latein 6 (1. Fremdsprache), Englisch 6 (1. Fremd-sprache), Mathematik 10

01.10.2019

Elternabend Jgst. 5 mit Vortrag „Start am Gymnasium“ (StD Karl Beck, Beratungslehrer; 18.15 Uhr, Neue Aula)
Elternabend Jgst. 6 mit Informationen zum Skilager (StR Günther Hackl; 18.15 Uhr, Mensa)
ab 19.00 Uhr jeweils Klassenelternabende

Der Mensch – Gottes „Lieblingstier“ ?

 

Am Donnerstag, dem 21. Februar 2019, nahmen 10 Schülerinnen und Schüler der Q11 des Johannes-Turmair-Gymnasiums zusammen mit ihren Lehrkräften StRin Evelyn Loher und StD Markus Sabinsky am „Offenen Studientag“ der Fakultät für Katholische Theologie und des bischöflichen Schulreferats an der Universität Regensburg teil.

Unter dem Thema „Der Mensch – Gottes Lieblingstier? Das Tier-Mensch-Verhältnis im theologischen Diskurs“ setzten sie sich zusammen mit zahlreichen anderen Besuchern aus der Diözese in Vorlesungen und Workshops mit einer komplexen und auch jenseits der akademischen Fachwelt viel diskutierten philosophisch-theologischen Problemstellung auseinander.
Die Mensch-Tier-Beziehung nimmt sich im 21. Jahrhundert zunehmend ambivalent aus: Kuscheltier vs. Nutztier – Der Hund ist des Menschen bester Freund, das Schwein landet auf dem Teller. Grund genug, sich auch im Bereich der theologischen Wissenschaften mit dieser Thematik zu befassen. Und in der Tat gibt es nicht erst in jüngerer Zeit immer wieder Bemühungen in der Theologie, die christliche „Tiervergessenheit“ zu revidieren – etwa tierfreundliche Traditionen, die sich auf Franziskus von Assisi oder auf Theologen wie Albert Schweitzer berufen. Und auch Papst Franziskus gibt in seiner Umweltenzyklika „Laudato si“ indirekte Anhaltspunkte einer Tierethik, wenn er immer wieder von der Würde eines jeden Geschöpfs spricht. So spielt in der theologischen Auseinandersetzung mit „dem Tier“ immer auch die Frage nach dem Menschen eine zentrale Rolle: Was unterscheidet uns wirklich von den Tieren? Und welche Konsequenzen haben diese Unterschiede für unsere Beziehung zu den Tieren, zu Gott und zur Schöpfung?

Für die inhaltliche Arbeit am Thema, die einen ganzen Schultag in Anspruch nahm, wurden Statements von Experten vorangestellt sowie anschließend Workshops und Plenumsdiskussion miteinander kombiniert.
Drei Vertreter der Disziplinen Philosophie, Dogmatik und Moraltheologie lieferten die – teilweise sehr zugespitzten und provokanten – Impulse für die weitere Diskussion:
• Prof. Dr. Dr. Thomas Schärtl-Trendel: „Wir armen Schweine. Gibt es den Unterschied zwischen Mensch und Tier wirklich (nicht)?“,
• Prof. Dr. Erwin Dirscherl: „Haben Sie schon mal mit einer Wespe gesprochen? Unser Körper und die spürbare Verbindung von Mensch und Tier in der Schöpfung“ und
• Prof. Dr. Rupert M. Scheule: „Tiere töten. Der Tod im Mensch-Tier-Verhältnis aus ethischer Sicht“
Mit viel Hintergrundwissen „angefüllt“ ging es nun an die praktische Arbeit in den Workshops. Die Themenauswahl der angebotenen Arbeitsgruppen zeigt eindrucksvoll den großen Facettenreichtum der „Mensch-Tier-Thematik“ in der gesellschaftlichen wie theologischen Debatte:
• Dürfen wir Tiere essen? Ein aktueller Glaubensstreit
• Kühe, Schweine, Katzenbabys: Tiere auf dem Bauernhof zwischen Individualisierung und Industrialisierung
• Fressen und Gefressen-Werden bis in alle Ewigkeit?
• Das (nicht nur, aber auch menschengemachte) Leid der Tiere und die Möglichkeit ihrer Erlösung
• „Mein Name ist Legion. Denn wir sind viele!“ - Von Dämonen, Klippen und Paarhufern mit Ringelschwanz im Neuen Testament
• Phantastische Tierwesen und ihre Geschichte im Christentum
• Der Mensch als ‚homo sapiens‘: homo - ja, sapiens - ich weiß nicht so recht...
• Was denkt mein Hund über mich? Philosophische Überlegungen zum Geist der Tiere

Nach dem Mittagessen in der Uni-Pizzeria erfolgte die Präsentation der Gruppenergebnisse in Form eines Gallery-Walk, bei dem die unterschiedlichsten Näherungs- und Deutungsversuche anschaulich zur Geltung gebracht wurden.
Den Abschluss der gelungenen Veranstaltung bildete eine Fragerunde an die Experten im Plenum.
Wir Lehrkräfte danken den Veranstaltern für diese spannende Gelegenheit für unsere „Oberstufler“, einmal über den klassischen Religionsunterricht hinaus theologische Positionen und Argumentationslinien kennenzulernen und ein wenig „Uni-Luft“ zu schnuppern.

Für die Fachschaft Religion
StRin Evelyn Loher und StD Markus Sabinsky