Portrait JTG

von Donau TV

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Schulbroschüre

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Termine

09.07.2018

Sommerkonzert

10.07.18 - 12.07.18

Probentage US-Theater

12.07.2018

14:30 - 16:00 Begegnungsnachmittag neue Fünftklässler

19:00 Unterstufen-Theater

16.07.18 - 20.07.18

Betriebs-/Sozialpraktika (10. Jgst.)

20.07.2018

Dies Latinus - 6. Klassen

20.07.18 - 25.07.18

Tönning-Fahrt (7. Jgst.)

26.07.2018

Mannschaftsspieletag

27.07.2018

Ausgabe der Jahreszeugnisse u. Zeugnisse über AA 11/2

 

Natur & Umwelt machen Schule

logoumweltschule

MINT-freundliche Schule

Mint Symbol

„Komm, bau ein Haus..." – Katholische Soziallehre einmal anders

k-Lego Sozialprinzipien 22.11 (2)„Platon ist der größte Philosoph" - mit solchen Klischees begannen die meisten ihrer Aufsätze. „Sie schrieben nicht, was sie dachten, sondern etwas, von dem sie meinten, dass es mir gefallen würde", so der Hochschullehrer. Anfangs versuchte er, seinen Studenten mit Malen Mut zum eigenen Denken zu machen. In einem Bild sollten sie zeigen, wie sie den Text verstanden. „Aber viele dachten, ihr Talent reiche nicht." Spychala, der selbst die ganze Star-Wars-Mythologie mit Lego nachgebaut hat, entschied sich dann für die Bausteine: „Die machen keine Angst." (Quelle: Berliner Zeitung, 1. September 2006)
Im Religionsunterricht der Q12 durften vergangene Woche einige Oberstufenschüler das abstrakte Darstellen und Interpretieren mit Legosteinen selbst ausprobieren: In Kleingruppen wurden zunächst die fünf Ordnungsprinzipien der Katholischen Soziallehre (Personalität, Solidarität, Subsidiarität und Nachhaltigkeit) anhand von Textmaterial in ihren wesentlichen Grundzügen erarbeitet. Im Anschluss daran ging es an die optische Umsetzung mit Lego. Jede Gruppe hatte die Aufgabe, ein Prinzip so aufzubereiten, dass die dahinter stehende Idee erkennbar wird. In einer Folgestunde stellten „Experten" aus den einzelnen Teams den anderen Kursmitgliedern die einzelnen Sozialprinzipien vor.
Es zeigte sich im Klassenzimmer-Experiment, was Spychala auch bei seinen Studenten beobachtet hat: Offenheit und Toleranz der Schüler für andere Meinungen werden gefördert. Sie müssen aktiv zuhören lernen. Gleichzeitig werden das präzise und sinnerfassende Textverstehen, das logische Denken sowie die Kreativität geschult. Und obendrein macht das Ganze auch noch eine Menge Spaß. – Und das „darf" ja auch im Religionsunterricht der Oberstufe durchaus der Fall sein! Bereits beim Betreten des Klassenzimmers jauchzten die Schülerinnen und Schüler angesichts der mitgebrachten LEGO-Kiste. (Mit welchem anderen Lerngegenstand außer Speiseeis lässt sich so eine Reaktion schon erzielen?!) Im Anschluss an den Unterricht zeigten einige ihre Ergebnisse stolz den Kollegen vor dem Lehrerzimmer: „Schauen Sie mal, was wir gebaut haben..." (Außer beim Zeugnis-Besuch der Oma am Schuljahresende ist das wohl eher unüblich.)

 

Und hier einige Eindrücke aus dem Unterricht
k-PERSONALITÄT
Personalität: Jeder Mensch ist freie und selbstverantwortliche Person und verfügt über eine unveräußerliche Menschenwürde; der Mensch als Person ist „Träger und Ziel" aller gesellschaftlichen Prozesse, die sich am Wohl der Personen zu orientieren haben.
theol: Mensch als freies Ebenbild Gottes
==> Vermeidung von Kollektivismus

 

 

 

 

  

 

 

k-SOLIDARITÄTSolidarität: Verpflichtung des Einzelnen zur eigenen Leistung für die Gemeinschaft, wie auch umgekehrt verlässliche Unterstützung des Notleidenden durch die Gemeinschaft: „Einer für alle, alle für einen".
theol: kompromisslose Pro-Existenz Jesu und Solidarisierung Gottes mit dem leidenden Menschen
==> Vermeidung der Extreme von Kollektivismus und Individualismus

 

 

 

 

 

 

  

 

k-SUBSIDIARITÄT
Subsidiarität: Grundsätzlich soll gelten, was der Einzelne zu seiner Selbstverwirklichung aus sich heraus zu leisten im Stande ist, darf ihm nicht „entrissen" werden. Umgekehrt muss die übergeordnete Gemeinschaft dem Einzelnen das zur Verfügung stellen, was er benötigt um eigenverantwortlich seine Aufgaben erfüllen zu können: „Hilfe zur Selbsthilfe" (präskriptiv und interdizierend)
theol: Einer trage des anderen Last
==> Vermeidung von Abhängigkeiten

 

 

 

 

 

k-GEMEINWOHL
Gemeinwohl-Prinzip: Aufgabe des Staates ist es, die individuellen Interessen und Gruppeninteressen so zu koordinieren, dass für alle beteiligten Glieder menschenwürdiges Leben möglich ist.
theol: Ein Leib in Christus
==> Verhinderung von Eigennutz/Individualismus (Güterabwägung bei Kollision mit Personprinzip)

 

 

 

 

 

 

 

k-NACHHALTIGKEIT

Retinität (Nachhaltigkeit): Leitbild für gesamtgesellschaftliche und weltweite Entwicklung. Es berücksichtigt zugleich die sozialen, ökologischen und ökonomischen Erfordernisse in modernen Gesellschaften und fördert durch deren entsprechende Vernetzung (lat. rete = Netz) eine globale Entwicklung, die den gegenwärtigen und künftigen Generationen gerecht werden soll.
theol.: der Mensch als Mitverantwortlicher am Schöpfungsauftrag
==> Ermöglichung des Fortbestands menschenwürdigen Lebens und 

Schonung der Ressourcen

 

 

Der Name Lego übrigens leitet sich von den dänischen Wörtern „leg godt" – „Spiel gut" – her. Ein Tischlermeister hat das System erfunden. Auf Lateinisch heißt lego „Ich setze zusammen".

Die Idee mit den bunten Steinen wurde auch schon bei unseren Unterstufen-Schülern mit großem Erfolg ausprobiert. Der Wahlkurs „Gedankenwerkstatt" versuchte sich im vergangenen Schuljahr an einer Lego-Interpretation des platonischen „Höhlengleichnisses":

http://www.turmair-gymnasium.de/index.php/2-uncategorised/210-lego-logos-in-steinen-denken